Rehabilitationsprogramm
nach der Osseointegration

leren lopen na amputatie bij revalidatiecentrum in Doorn - prosthesis rehabilitation and physical therapy for prosthetic leg or arm

Beginn der Rehabilitation mit der osseointegrierten (Klick-)Prothese

AOFE Clinics arbeitet mit dem militärischen Rehabilitationszentrum Aardenburg in Doorn zusammen. Die Rehabilitation beginnt 3–6 Wochen nach der Operation, abhängig von der Knochenqualität und dem Einwachsen des Knochens. Es kann vorkommen, dass empfohlen wird, mit der Rehabilitation später zu beginnen, als mit Ihnen vor der Operation besprochen wurde. Dies wird individuell mit Ihnen abgestimmt

Muskelschmerzen

Muskelschmerzen sind ein wesentlicher, einschränkender Faktor im Hinblick auf die Fortschritte bei der Rehabilitation. Besonders bei Menschen mit einer osseointegrierten Prothese im Oberschenkel sind die Gesäß- und Stumpfmuskeln nach jahrelangem Gebrauch des Schaftes enorm geschwächt. Beim Gehen mit einer osseointegrierten Prothese müssen die Stumpfmuskeln fit und stark sein, um die Beinprothese zu stabilisieren. Dieser Muskelaufbau während der Rehabilitation kann mit starken Muskelschmerzen einhergehen. Das Rehabilitationsteam wird Sie dabei begleiten und Ihnen gegebenenfalls Schmerzmittel verschreiben oder das Tempo der Rehabilitation anpassen. Muskelschmerzen im Stumpf treten vorwiegend dann auf, wenn Sie nicht mehr an Krücken gehen. Manchmal ist es notwendig, eine Rehabilitationspause einzulegen, wenn Schmerzen ein einschränkender Faktor für das Gehtraining ohne Gehhilfen sind.

Beinprothese – Ausrichtung und Anpassung

Die Anpassung der Beinprothese ist ein wichtiger Aspekt der Rehabilitation und hängt von der Rehabilitationsphase ab. AOFE Clinics arbeitet mit dem Militärischen Rehabilitationszentrum Aardenburg in Doorn zusammen.

Dauer der Rehabilitation

Bei niederländischen Patienten dauert die Rehabilitation etwa sechs Wochen mit einer osseointegrierten Prothese im Unterschenkel und 12 Wochen mit einer osseointegrierten Prothese im Oberschenkel. Der Rehabilitationsarzt wird die Fortschritte im Rahmen von Zwischenauswertungen mit Ihnen und dem Team besprechen und den Inhalt und die Dauer der Rehabilitation mit Ihnen abstimmen. Nicht-niederländische Patienten durchlaufen eine vierwöchige Rehabilitation mit einer osseointegrierten Prothese im Unterschenkel und eine sechswöchige Rehabilitation mit einer osseointegrierten Prothese im Oberschenkel. Zusätzliche Rehabilitationsmaßnahmen werden bei Bedarf im jeweiligen Heimatland verordnet.

Rehabilitationsprotokoll für eine osseointegrierte (Klick-)Prothese im Oberschenkel (Standard)

Woche 1: Steigerung der Prothesenbelastung.

  1. Anbringen und Ausrichten der Beinprothese, einschließlich Konnektoranleitung.
  2. Mit der Beinprothese wird die konstruktive Belastung mittels einer Waage bis zu 100 % des Körpergewichtes gesteigert.
  3. Übungen für die Hüftbeweglichkeit und Krafttraining für die Rumpf-, Gesäß- und Stumpfmuskeln.
  4. Anweisungen zur Stomapflege und Schmerzbehandlung.

Woche 2 und 3: Gehübungen am Barren

  1. Steh- und Gleichgewichtstraining
  2. Gehtraining: verschiedene Gehmuster (seitwärts, rückwärts, anhalten und drehen).

Woche 4 und 6: Gehtraining mit Krücken.

  1. Basis-Gehtraining mit Krücken im 3-Punkt-Gang und 2-Punkt-Gang.
  2. Treppensteigen
  3. Gehtraining auf unebenem Untergrund.

Woche 7 bis 11: fortgeschrittenes Gehtraining (optional).

  1. Gehtraining ohne Gehhilfen.
  2. Gehtraining mit Steigungen, Hindernissen, Doppelaufgaben.

Rehabilitationsprotokoll für eine osseointegrierte (Klick-)Prothese im Oberschenkel (angepasst).Die Indikation für ein angepasstes Protokoll erfolgt auf Anraten des Chirurgen

Woche 1–6: Steigerung der Prothesenbelastung auf maximal 50 % des Körpergewichtes.

  1. Anbringen und Ausrichten der Beinprothese, einschließlich Konnektoranleitung
  2. Mit der Beinprothese wird die konstruktive Belastung mittels einer Waage bis zu 50 % des Körpergewichtes gesteigert.
  3. Steh- und Gleichgewichtstraining
  4. Gehübungen am Barren und mit Krücken im 3-Punkt-Gang.
  5. Übungen für die Hüftbeweglichkeit und Krafttraining für die Rumpf- und Stumpfmuskeln.
  6. Anweisungen zur Stomapflege und Schmerzbehandlung.

Woche 7–9: Steigerung der Belastung der Beinprothese auf bis zu 100 % des Körpergewichtes.

  1. Mit der Beinprothese wird die konstruktive Belastung mittels einer Waage bis zu 100 % des Körpergewichtes gesteigert.
  2. Steh- und Gleichgewichtstraining
  3. Gehübungen am Barren und mit Krücken im 3-Punkt-Gang.
  4. Gehtraining: verschiedene Gehmuster (seitwärts, rückwärts, anhalten, drehen).

Woche 10 und 12: Gehtraining mit Krücken.

  1. Basis-Gehtraining mit Krücken im 3-Punkt-Gang und 2-Punkt-Gang.
  2. Treppensteigen.
  3. Gehtraining..
  4. Gehtraining auf unebenem Untergrund.

Fortgeschrittenes Gehtraining.

  1. Gehtraining ohne Hilfsmittel.
  2. Gehtraining mit Steigungen, Hindernissen, Doppelaufgaben.

Rehabilitationsprotokoll für eine osseointegrierte (Klick-)Prothese im Unterschenkel

Woche 1: Steigerung der Beinprothesenbelastung

  1. Anbringen und Ausrichten der Beinprothese, einschließlich Konnektorverbindung.
  2. Mit der Beinprothese wird die konstruktive Belastung mittels einer Waage bis zu 100 % des Körpergewichtes gesteigert.
  3. Übungen für die Hüftbeweglichkeit und Krafttraining für die Rumpf-, Gesäß- und Stumpfmuskeln.
  4. Anweisungen zur Stomapflege und Schmerzbehandlung.

Woche 2: Gehübungen am Barren.

  1. Steh- und Gleichgewichtstraining.
  2. Gehtraining: verschiedene Gehmuster (seitwärts, rückwärts, anhalten und drehen).

Woche 3: Gehtraining mit Krücken.

  1. Basis-Gehtraining mit Krücken im 3-Punkt-Gang und 2-Punkt-Gang.
  2. Treppensteigen.
  3. Gehtraining auf unebenem Untergrund.

Woche 4: fortgeschrittenes Gehtraining.

  1. Gehtraining ohne Hilfsmittel.
  2. Gehtraining mit Steigungen, Hindernissen, Doppelaufgaben.

Dicky de Best ervaringsdeskundige

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